Zeitschrift für internationale Bildung
Herausgeber :
Arbeiterinstitut José Luís und Rosa Sundermann
Nr. 3, März /
Jahrgang 2005
Weitere Infos : Brasilien unter der Herrschaft
der
pro-imperialistischen Volksfrontregierung Lula da Silva
Vereinigen
und zentralisieren wir die Kämpfe,
um das Erdgas und das Erdöl zu
nationalisieren,
Weitere Infos : Venezuela unter der
bürgerlichen Regierung Hugo Chávez
ARGENTINIEN UNTER DER HERRSCHAFT
DER PRO-IMPERIALISTISCHEN REGIERUNG
NÉSTOR KIRCHNER
GEFÄNGNISBRIEF
DER
IN CALETA OLIVIA INHAFTIERTEN ARBEITER
Inhaftiert
wegen Verlangens nach Arbeit!
Inhaftiert
wegen Kampfes für den Sozialismus!
FREILASSUNG
FÜR DIE POLITISCHEN GEFANGENEN
DER
REGIERUNG KIRCHNER!
WEGEN
KAMPF UM ARBEIT SIND SIE IM GEFÄNGNIS!
Übersetzung:
Lo Scaltro von Genua
A. Lemes, L. Cristiano
Ihr könntet unseren Kämpfen auch helfen!
Schreibt uns!
Caleta Olivia, den 24. Februar
2005
An
alle politischen Organisationen und Gewerkschaften!
An
alle Arbeiterinnen und Arbeiter!
In
einer Woche sind es 6 Monate, dass wir im Gefängnis sind.
Warum
das alles überhaupt?
Weil
wir gegen den kapitalistischen Imperialismus kämpfen.
Sie,
die Kapitalisten, mit ihren räuberischen Konzernen beuten die Naturressourcen
aus, investieren keinen Cent an die Arbeitskraft und lassen auf diese Art und
Weise die Bevölkerung mittellos.
Es
gibt Millionen von Arbeiterinnen und Arbeitern ohne ausreichende Einkünfte, um
ihre Familien zu ernähren.
Aber
für die Kapitalisten spielt es keine Rolle und noch weniger für die Regierung,
die sich in ihre Dienste stellt und ihnen alles gibt, was sie haben wollen.
Die
Regierung stellt ihre Sicherheitskräfte zur Verfügung, um die Betriebe der
Kapitalisten zu schützen, und unterdrückt diejenigen, die es wagen, dagegen zu
protestieren.
Das
Unternehmen Y.P.F. (Yacimientos Petrolíferos
Fiscales: Argentinischer Staatlicher Ölkonzern) gab
damals 45.000 Arbeitern eine Beschäftigung und gegenwärtig sind bei dieser
Ölgesellschaft, die privatisiert wurde und sich jetzt in der Hand des
spanischen Privaterölkonzerns Repsol
befindet, nur 5.000 Arbeiter tätig.
Die
anderen 40.000 wurden entlassen.
Dem
multinationalen Konzern Repsol geht es nur darum, wie
viel sie für Barrel Erdöl auf dem Market bekommt.
Und
sie ist bereit dafür alles zu tun, solange sie Millionen und Abermillionen
Dollar weiter akkumulieren kann.
Sie
ist derselbe multinationale Konzern, der auch die USA bei der Besetzung des
Iraks unterstützt.
Nachdem
sie die ganzen Erölquellen ausgebeutet haben, setzten
die US-Regierung und die europäischen Verbündeten ihre Armeen ein, um andere
Länder wie Irak, Bosnien usw. usf. zu besetzen, unter dem Vorwand, den
Weltfrieden zu verteidigen.
Von
welchem Frieden sprechen sie, wenn sie diejenigen sind, die die Waffen haben
und wir noch nicht einmal das Geld, um Schuhe für unsere Kinder kaufen zu
können.
Genossinnen
und Genossen !
Es
bleibt uns nur eine einzige Aufgabe zu lösen: Alle Arbeiterinnen und Arbeiter
zu vereinigen, uns selbst zu organisieren und die Macht in unsere Hände zu
nehmen, damit wir mit der Armut Schluss machen, die in der ganzen Welt die
Werktätigen zugrunde richtet.
Nur
wir sind imstande, dieses mörderische, kapitalistische und imperialistische
System zugunsten einer sozialistischen Welt zu ändern.
Unsere
Pflicht ist es, jeden Arbeitskampf zu unterstützen, damit wir so den
Kapitalismus ein für allemal niederschlagen.
Diese
Aufgabe wird für uns nicht einfach sein.
Aber
wir sind überzeugt davon, dass wir es schaffen können, wenn wir uns vereinigen.
Heute
sind wir im Gefängnis, weil wir dem Konzern 1.500 Arbeitsplätze abgerungen
haben.
Wir
werden erst aus dem Gefängnis kommen, wenn Ihr unseren Kampf als Euren und wir
Euren Kampf als unseren übernehmen.
Maurício Perancho
Inhaftiert wegen Verlangens nach Arbeit
Dritte Sektion
– Caleta Olívia
Hugo Iglesias
Inhaftiert wegen Kampfs für
den Sozialismus
Jorge Mansilla
Inhaftiert wegen Kampfs um
Arbeit
FREIHEIT
FÜR DIE IN CALETA OLIVIA INHAFTIERTEN ARBEITER!
FREILASSUNG
FÜR DIE POLITISCHEN GEFANGENEN
DER
REGIERUNG KIRCHNER!
WEGEN
KAMPF UM ARBEIT SIND SIE IM GEFÄNGNIS!
Für weitere
Informationen, Gespräche und Vorträge
Über das Thema
kontaktiert:
Albuquerque Lemes
Lo Scaltro von Genua
Ihr könntet unseren Kämpfen auch helfen!
Schreibt uns!
Caleta Olivia ist eine kleine
Stadt im Norden der Provinz Santa Cruz, in Patagonien, woher der jetzige
argentinische Präsident Néstor Kirchner stammt. Er war auch Gouverneur von
Santa Cruz.
Die
wichtigste Wirtschaftstätigkeit von Caleta Olivia ist
die Erdölförderung und – sowie in anderen Erölgebieten
– hinterließ die Privatisierung von YPF, die durch Ex-Präsident Menem
durchgeführt und Kirchner als Gouverneur unterstützt wurde, tausend von
Arbeitslosen.
Zum
gleichen Zeit haben die private Erdölfirmen – die spanische Repsol
und andere europäische und nordamerikanische Firmen – Reichtümer mit dieser Privatisierung
gewonnen und die Einwohner von Caleta Olivia sind
ärmer geworden.
In
den letzten Zeiten sind die Arbeitslosen von Caleta
Olivia die Avantgarde des Kampfes um „normale Arbeit“ gewesen: mit
Autobahnsperrungen, Blockaden von Erdölbehältern und anderen Maßnahmen haben
sie geschafft, von den Erdölfirmen 1.000 Arbeitsplätze in verschiedenen
Sektoren zu erhalten.
Dieses
Vorbild war unakzeptabel für die privaten Erdölfirmen und die National- und
Provinzregierungen. Deswegen haben sie eine wahre Hexenjagd angefangen.
Ein
lokaler Richter ordnete die Inhaftierung und die Vorladung der
bekanntesten Anführer und Aktivisten
dieses Kampfes. Heute gibt es mehr als 44 gerichtliche Verfolgten und 10
Gefangenen, unter ihnen Hugo Iglesias – Mitglied der Nationalführung der
Sozialistischen Arbeiterfront (FOS). Wegen Kampf um Arbeit sind sie im
Gefängnis!
Das
Geschehen von Caleta Olivia ist Teil von einer
Unterdrückungsoffensive der Kirchner Regierung, um den anwachsenden
Kampfprozess der Arbeiter und des unterdrückten Volkes, der in Argentinien
gerade stattfindet, aufzuhalten. Diese Offensive schließt eine polizeiliche
Unterdrückung der Demonstrationen und Mobilisierungen
der Arbeiter, tausend von gerichtlichen Verfolgungen und die Festnahme von
vielen Aktivisten.
Zur
selben Zeit sind die Mörder der letzten Militärdiktatur und die
Verantwortlicher für die Privatisierung und den Zusammenbruch Argentiniens in
Freiheit.
Kirchner
verfolgt, nimmt fest und verurteilt diejenige, die für Arbeit, Lohn und Essen
kämpfen.
In
Anbetracht dieser Tatsachen wollen wir eine internationale Kampagne starten.
Alle Gewerkschaftsorganisationen, sozialistischen und sozialdemokratischen
Parteien müssen diese Tatsache zurückweisen und die sofortige Freilassung der
inhaftierten Arbeiter von Caleta Olivia bei der
argentinischen Regierung Kirchner fordern.
Text
für den Antrag
An
den Präsident der Argentinischen Nation, Dr. Néstor Kirchner
An
den Gouverneur der Provinz von Santa Cruz, Dr. Sergio Edgardo Acevedo
An
das Richters des Amtgerichts Caleta
Olivia, Dr. Marcelo Martín Bailaque
secretariageneral@presidencia.gov.ar
camarasegundacirc@mcolivia.com.ar
c/c
ftccaletaolivia@yahoo.com.ar
Wir
protestieren gegen die Kriminalisierung der sozialen Forderungen in
Argentinien.
Folglich
fordern wir die sofortige Freiheit und die Einstellung sämtliche Prozesse gegen
die Arbeiter von Caleta Olivia, die inhaftiert sind
wegen ihrer Forderung um Arbeit.
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POLITISCHE PROGRAMME DES SOZIALISMUS
I.
PROGRAMM DER SOZIALDEMOKRATISCHEN
ANGENOMMEN AUF DEM II PARTEIKONGRESS
II.
PROGRAMM DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI
RUSSLANDS
ANGENOMMEN AUF DEM VIII
PARTEIKONGRESS